Gehaltsverhandlung: "+ 6% und keinen Cent weniger"

Gehaltsverhandlung für Bundesbedienstete  Bild:spagra
Gehaltsverhandlung für Bundesbedienstete Bild:spagra

Die UBG fordert:

 

Das Ergebnis der heurigen Gehaltsverhandlungen für die Bundesbediensteten muss lauten:

  • mindestens 6% Gehaltserhöhung für alle Beschäftigten im Bundesdienst als Abgeltung der Teuerung, einem Anteil am Wirtschaftswachstum und der in den letzten Jahren stark angestiegenen Belastungen und geforderten Mehrleistungen - vor allem im Bildungswesen
  • ein Mindestbetrag von Euro 120
  • sofortiges Ende des bestehende Anstellungsstopps für alle Bereiche im Bundesdienst 
  • Schaffung der notwendige zusätzliche Dienstposten 
  • sofortige Umwandlung der Verträge Prekär Beschäftigter in Vollzeitarbeitsplätze

Die Ergebnisse der ersten Verhandlungsrunde (22.10.18) für die Bundesbediensteten:

  • 2,02 % abgerechnete Inflation von Oktober 2017 bis September 2018
  • 3 % prognostiziertes Wirtschaftswachstum für 2018
  • Ziel:  Wirksamwerden mit 1. Jänner 2019
  • Nächster Verhandlungstermin 12. November 2018

Teilnehmer an der Verhandlung:

  • Bundesregierung: BM Heinz-Christian Strache und BM Hartwig Löger
  • Gewerkschaften: GÖD-Vorsitzendem Dr. Norbert Schnedl und Ing. Christian Meidlinger (younion)

Information GÖD-Newsletter 10/2018 „Gehaltsverhandlungen“


Die Forderungen der GÖD "deutliche Kaufkraftstärkung" ist zu defensiv
Das Ziel der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD), "deutliche Kaufkraftstärkung" zu erreichen, ist für Reinhart Sellner, Mitglied im Vorstand der GÖD, eine „recht defensive Ansage, mit der unser Gegenüber in der Regierung jedenfalls bis zum 12. 11. gut leben kann. Entsprechende Rückmeldungen von KollegInnen hätten diese Einschätzung bestätigt."

 

"Arbeitsbelastungsabbau und + 6% und keinen Cent weniger"

Gerhard Rüdisser, Vorsitzender der Unabhängigen Bildungsgewerkschaft (UBG) fordert, dass nicht nur aktuelle Inflationsrate und das Wirtschaftswachstum, sondern auch „die stark gestiegenen Belastungen und die Zunahme der unbezahlten Mehrleistungen für die Berechnungen der Gehaltserhöhung herangezogen werden müssen“. Die oft massiven Qualitätseinbußen der Arbeitsbedingungen durch den bestehenden Aufnahmestopp (Dienstpostenabbau / Nichtnachbesetzungen) wirken sich nicht nur negativ auf die Arbeitsbelastung aus, sondern verstärken auch in einem unverantwortlichen Ausmaß die gesundheitliche Gefährdung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auch die seit September dieses Jahres geltenden Arbeitszeitregelungen, werden sich auch im Bundesdienst spürbar negativ auf die Beschäftigten auswirken. „Diese Sachverhalte müssen im Rahmen der Gehaltsverhandlungen berücksichtigt werden. Aber allein eine Erhöhung der Gehälter aufgrund der gestiegenen Arbeitsbelastungen ist zu wenig. Entsprechende Zusatzverträge müssen eine kurzfristige und deutliche Verbesserung der Qualität der Arbeitsplätze garantieren“, stellt Rüdisser klar. Nur so könne die Qualität und der Umfang der Dienstleistungen im öffentlichen Dienst sichergestellt werden.
ms

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