Faßmann zu Kritik an Ministerium: Abputzen und abstruse Schuldzuweisungen

Faßmann zu Kritik an Ministerium: Abputzen und abstruse Schuldzuweisungen  Scrsht:https://www.facebook.com/groups/bildungsportal
Faßmann zu Kritik an Ministerium: Abputzen und abstruse Schuldzuweisungen Scrsht:https://www.facebook.com/groups/bildungsportal

Zu spät, zu chaotisch, zu widersprüchlich ....

 

Bildungsminister Heinz Faßmann musste sich in den vergangenen Tagen viel Kritik von Eltern, Schulleitern und Lehrern zu den Corona-Maßnahmen für den Schulbereich anhören. 

Faßmann sieht keine Versäumnisse seines Ministeriums – jedoch Verbesserungsbedarf in der Zusammenarbeit mit anderen Behörden. Von Lehrern und Schulleitern wünscht er sich, dass sie ihre Verantwortung selbstständiger wahrnehmen.

 

Interview mit BM Fassmann im Standard:

Faßmann zu Kritik an Ministerium: "Man kann nicht alles vom Minoritenplatz aus regeln"

 

„Da fehlen einem einfach die Worte“, ärgert sich ein Leser in einem FB-Kommentar darüber, wie Fassmann mit Kritik umgeht:

„Abputzten und die Verantwortung einfach auf andere schieben“ und „seine eigene Unfähigkeit und Untätigkeit auch noch als tolle Leistung hinzustellen“,

sei eine „Frechheit“. In Anbetracht der berechtigten Kritik am chaotischen Corona-Krisenmanagement des Bildungsministeriums, das in den  Schulen zu nahezu unlösbaren Problemen führte, ist dieser Leser-Kommentar nachvollziehbar und spiegelt die Stimmung der betroffenen Eltern, Schüler*innen, Lehrer*innen und Schulleiter*innen korrekt wieder. 

Dazu zwei FB-Kommentare (Bild)

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Corona-Chaos in den Schulen: Weiter Augen zu und durch, Herr Fassmann?

Corona-Chaos in den Schulen: Weiter Augen zu und durch, Herr Fassmann? Bild:PSt
Corona-Chaos in den Schulen: Weiter Augen zu und durch, Herr Fassmann? Bild:PSt

Gescheitert ist der Maßnahmenplan des BMBWF zum Unterricht unter Corona-Bedingungen. Sich jetzt mit juristischen Ampelfarbumdeutungen und Verwaltungs-Tricks durchmogeln zu wollen, gefährdet ernsthaft die Gesundheit der Lehrer*innen und der Schüler*innen!

 

Wollen Sie das wirklich verantworten?

 

Kommentar von Peter Steiner in www.oeliug.at 

 

Weiter Augen und durch, Herr Bildungsminister? Nur um eine Normalität zu simulieren, die es so nicht mehr geben wird? Nur, damit Sie Ihr Gesicht nicht verlieren? Nur aus politischem Kalkül vor den Wiener Wahlen?

 

Ihr Maßnahmenplan war von Anfang an gescheitert. Schon bevor jemand wusste, was Corona ist. Aber jedem konnte bewusst sein, dass das Schulsystem ausgehungert wurde, über Jahrzehnte. Das hätten Sie ändern können, haben es aber nicht. Stattdessen räumten Sie der Politik den Primat vor der Wissenschaft ein. Bis heute, da Sie Lehrer*innen in Quarantäne "freiwillig" zum Unterricht bitten wollen. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln dürfen sie nicht fahren, privat die Wohnung nicht verlassen aber in der Schule 25 bis 35 Schüler*innen unterrichten dürfen sie?

 

Alle Mängel der österreichischen Schule werden in der Pandemie sichtbar: die zu großen Klassen und zu wenige Lehrer*innen, zu wenige Klassen- und Pausenräume und bei weitem nicht ausreichende Gerätschaften für einen modernen Unterricht, versprochenes aber nie eingestelltes Gesundheits- und Unterstützungspersonal und ... Diese Liste könnte man noch lange fortsetzen.

 

Gegen den Mangel nicht vorzugehen und dann einen Maßnahmenplan zu verordnen, der höchstens in einem illusionären Mondtheater, gleich neben der Aufführung von Karl Kraus' letzten Tagen der Menschheit, möglich wäre, das ist ein Versäumnis, das eigentlich Ihren Rücktritt rechtfertigen würde.

 

Aber, Herr Bildungsminister, treten Sie nicht zurück! Baden Sie die Misere mit uns gemeinsam aus und setzen Sie sich mit 29 Schüler*innen der Oberstufe in die Klassen mit 30 Plätzen - ohne Maske -  und halten Sie den vorgeschriebenen Abstand ein. Folgen Sie dem Unterricht von Aushilfslehrer*innen, die zwar ihr Fach beherrschen aber leider nicht die Unterrichtssprache. Diskutieren Sie die Möglichkeiten ehemalige "Wanderklassen" im Schulgebäude unterzubringen.

 

Am besten jedoch: Beweisen Sie, dass "normaler" Unterricht möglich sei und unterrichten Sie! Ohne Maske in der derzeitigen Risikogruppe Nummer 1, den Jugendlichen ab 15!

 

PSt

 

Siehe auch: Niki Glattauer in "Heute"

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Schule&Corona - aktuelle Schulinfos

Newsletter ÖLI-VLI-UBG  Bild:spagra
Newsletter ÖLI-VLI-UBG Bild:spagra

Newsletter der ÖLI-VLI-UBG

 

von Gerhard Pušnik

 

Wir sind schon wieder mitten drin im Trubel des zweiten Corona-Semesters. Unterrichtend, betreuend, planend und engagiert im Krisenteam, als KV oder auch in der PV. Und irritiert durch die politisch eingefärbte Ampel.
Die ersten Fälle und Verdachtsfälle sind schon identifiziert. Wir hätten´s gern normal und sehen jeden Tag, es ist nicht mehr wie ehedem.
In einer Medien-Show wurde vorgeführt, wie Schulkinder gurgeln. Vorzuzeigen, wie Schüler*innen in großen Klassen Abstand halten und wie Lehrer*innen im 15-Minuten-Rhythmus stoßlüften, darauf haben die Showmaster vergessen.
Was ist mit den Förderungen für jene Schüler*innen, die den Anschluss verloren haben? Warum wird in Schulen so wenig getestet? Was ist mit großen Klassen, werden sie geteilt? Wie sieht es mit zusätzlichen Stütz-, Begleitlehrer*innen, mit Freizeitpädagog*innen und Schulsozialarbeiter*innen aus? Wo bleiben die Ressourcen für aktuell notwendige bauliche Maßnahmen?
Fragen, die die Lehrer*innen betreffen, wurden überhaupt ausgespart. So, als bestünde der Schulbetrieb nur aus Kindern und Jugendlichen. Wie werden Lehrer*innen geschützt? Welche zusätzliche Unterstützung bekommen sie? Fragen, auf deren Beantwortung wir noch warten!
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Kreidekreis
Die erste Ausgabe des Kreidekreises ist bereits online. In diesen Tagen geht die Druckausgabe in die Konferenzzimmer und an die Abonnenten.
Übrigens: Den Kreidekreis kann man abonnieren. Einfach € 7,- (in Worten: sieben) auf das ÖLI-Konto: AT52 6000 0000 7842 0320 überweisen. Verwendungszweck: Abo
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Zeitkonto
Wer einen Dauervertrag in Vollbeschäftigung im alten Dienstrecht hat, kann bis 30.9. eine Erklärung bei der Schulleitung abgeben, dass ein Teil oder alle Dauer-MDL nicht ausgezahlt werden sollen. Nach Vollendung des 50. Lebensjahres kann dann diese Zeitgutschrift im Rahmen einer 50- bis 100-prozentigen Reduktion bei weiterlaufendem Bezug genutzt werden. So gibt es die Möglichkeit, ein Freijahr über MDL zu finanzieren oder früher in Pension zu gehen. Außer bei Pensionsantritt ist die Inanspruchnahme des Zeitausgleichs immer nur für ganze Schuljahre möglich.
Das Zeitkonto kann jedoch auch als Sparmodell genutzt werden, indem man sich zu einem späteren Zeitpunkt die angesparten Werteinheiten in der dann aktuellen Gehaltsstufe ausbezahlen lässt. Dies geht allerdings nur als Gesamtes.
Will man die Zeit konsumieren, muss der Antrag bis 1. März des vorausgehenden Schuljahres gestellt werden. Zu Schuljahresbeginn muss dann das 50. Lebensjahr vollendet sein. Für eine gänzliche Freistellung für ein ganzes Schuljahr sind 720 MDL-Werteinheiten erforderlich. Für eine monats- bzw. tageweise Freistellung, die nur vor Pensionsantritt möglich ist, sind dann 1/12 der Jahresstunden für einen Monat bzw. 1/360 für einen Tag erforderlich.
Infos zu Zeitkonto und vielen anderen wichtigen Dingen findest du im
ÖLI-Dienstrechtsskriptum.
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Rechtsinfo
Ein aktuelles Info-Blatt (Freistellung von psychisch belasteten Lehrpersonen, Maskenpflicht im Unterricht, Schwangere Lehrerinnen im Unterricht) hat der rechtlich versierte Hannes Grünbichler, ÖLI-Mandatar aus der Steiermark, nach Rücksprache mit dem GÖD-Rechtsbüro für uns zusammengestellt. Zu finden ist es hier.
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Neuerungen bei abschließenden Prüfungen
Ab dem Haupttermin 2021 soll jene Veränderung weitergeführt werden, die beim Corona-Abschlussprüfungsjahrgang zum ersten Mal angewendet wurde, nämlich dass die Jahresnote mit der Klausurnote zusammen die Note der Abschlussprüfung ergibt. Es werden jedoch ein paar Anpassungen vorgenommen.
Die Jahresnote und die Klausurnote sind gleich viel Wert, bei einer Zwischennote entscheidet die Note der schriftlichen Klausur. Um zu vermeiden, dass Schüler*innen, die zumindest ein Befriedigend im Schuljahr haben, in der schriftlichen Klausurarbeit nichts mehr leisten, müssen sie dort ein „ehrliches Bemühen“ nachweisen. Dies bedeutet, dass mindestens ein Drittel der Punkte erreicht werden muss oder „qualitative Mindestanforderungen“ erfüllt sein müssen. Sollte die negative Beurteilung über diesen 30 Prozent liegen und daher die Gesamtnote positiv sein, wird das Nicht genügend der Klausurarbeit im Maturazeugnis vermerkt.
Mehr dazu und weitere Änderungen können hier nachgelesen werden.
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Immer aktuell
Wer stets auf dem Laufenden sein möchte, findet aktuelle Informationen immer auf www.oeliug.at, www.dieubg.at und www.ugoed.at. Wer eine persönliche Beratung braucht, findet dort auch die Kontaktdaten der Mandatar*innen aller Schultypen, die in der ÖLI vereinigt sind.

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