AKS: „Time-out Klassen sind pädagogisch sinnlos“

AKS: "Gewaltprävention und kein Reparaturverhalten"  bild:spagra
AKS: "Gewaltprävention und kein Reparaturverhalten" bild:spagra

Die Schüler*innenvertretung Aktion kritischer Schüler*innen (AKS) fordert Gewaltprävention statt pädagogisch sinnloser „Time-out Klassen“.

 

Anlassgesetzgebung
Bildungsminister Heinz Faßmann plant die Einführung von „Time-out Klassen“. Diese Maßnahme soll der Bestrafung für gewalttätige Schüler*innen dienen. Anlassfall für diese ad hoc Gesetzgebung war ein von den Medien und der Politik gehypter Vorfall in der HTL Ottakring in Wien, bei dem ein Konflikt zwischen einem Lehrer und einer Klasse in eine körperliche Auseinandersetzung ausartete.


Gewaltprävention und kein Reparaturverhalten
Für die Bundesvorsitzende der AKS, Sara Velic, sind die geplanten Maßnahmen, vor allem die Time-out Klassen, „pädagogisch mehr als sinnlos sind. Schulen brauchen Gewaltprävention und kein Reparaturverhalten.“ Die Aktion kritischer Schüler*innen fordere seit Jahren mehr Schulpsycholog*innen am Schulstandort.
„Hier sehen wir einmal mehr, dass Schülerinnen und Schüler mehr Unterstützung im Schulalltag brauchen. Sozialarbeiterinnen und -arbeiter werden hier dringend gebraucht, genau so wie Schulpsychologinnen und Schulpsychologen, die zu jederzeit als psychische Unterstützung zur Verfügung stehen“, begründet Velic ihre Forderung.


Ethikunterricht für alle
Außerdem sei auch ein verpflichtender Ethikunterricht für alle ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Gewaltprävention in der Schule. Im Ethikunterricht könne erlernt werden, „was es heißt in einer Gesellschaft zu leben und wie respektvoller Umgang miteinander funktioniert“, so die AKS-Chefin.
ms

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Pia Klemp, Kapitänin der IUVENTA #guiltyofsolidarity

Pia Klemp, Kapitänin des Rettungsschiffes IUVENTA im Mittelmeer auf der Sonntagsdemo am 5. Mai 2019 in Bregenz  Bild:spagra
Pia Klemp, Kapitänin des Rettungsschiffes IUVENTA im Mittelmeer auf der Sonntagsdemo am 5. Mai 2019 in Bregenz Bild:spagra

Die beeindruckende Rede von Pia Klemp bei der Sonntagsdemo am 5. Mai 2019 in Bregenz

 

Pia Klemp ist Kapitänin des Rettungsschiffes IUVENTA im Mittelmeer

solidarity at sea is not a crime

Ich war Kapitänin des Rettungsschiffes IUVENTA im Mittelmeer. Ich war auch dabei, als es im August 2017 unter fadenscheinigen Gründen in Italien beschlagnahmt wurde, wo es seitdem an der Kette liegt. Ein Schiff, mit dem allein über 14.000 Menschen in Seenot das Leben gerettet und versorgt wurden.

Als Kapitänin der SEA-WATCH 3 fuhr ich weitere Rettungseinsätze; sah nicht nur Menschen elendig ertrinken, sondern auch, dass Menschenrechtsverletzungen im Mittelmeer alltäglich sind. Wir wurden Zeuge davon, was Frauen, Männer und Kinder auf sich nehmen müssen, wenn ihnen sichere und legale Einreisewege verwehrt werden, davon wie Flüchtende in die Hände menschenverachtender Schlepper-Banden getrieben werden. Wir wurden Zeuge davon wie Flüchtlingsboote von europäischen Kriegsschiffen ignoriert werden und libysche Milizen brutal Menschen entführen.

Wir bergen Flüchtende von seeuntauglichen, überfüllten Schrott-Booten und nehmen sie auf. Manchmal zu spät. Tagelang fuhr ich mit einen zweijährigen toten Jungen in der Tiefkühltruhe in internationalen Gewässern auf und ab, weil kein europäisches Land ihn retten wollte, als es noch möglich war und sie uns dann einen sicheren Hafen verwehrten. Seine Mutter war auch bei uns an Bord. Lebendig. Was sag ich einer traumatisierten Frau, deren Kind da in meinem Gefrierschrank liegt, über den Friedensnobelpreisträger EU?

Die Europäische Union setzt seit Jahren auf Migrationsabwehr: Sie lässt Menschen wissentlich ertrinken; macht Flüchtende und Migrant*innen zu "Illegalen"; finanziert libysche Milizen, die in unserem Namen Menschen in Internierungslager verschleppen, in denen ihnen Deportation, Vergewaltigung, Folter oder der Tod drohen. So sieht die Realität und Normalität europäischer Außengrenzen aus.
Als Folge einer gezielten Abschottungs-Strategie bleibt das Mittelmeer die tödlichste Grenze der Welt.
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PV-Akademie - Vorankündigung: Exkursion - Gedächtnisweg

Eine Veranstaltung der VLI und UBG mit der PV-Akademie: Exkursion – Gedächtnisweg Bild:Scrst aus Broschüre Gedenkwegplan und Informationen erinnern.at
Eine Veranstaltung der VLI und UBG mit der PV-Akademie: Exkursion – Gedächtnisweg Bild:Scrst aus Broschüre Gedenkwegplan und Informationen erinnern.at
Exkursion – Gedächtnisweg

 

Dieser Rundgang mit Dr. Werner Bundschuh bietet einen Einblick in Stationen der Vorarlberger NS-Erinnerungskultur: 1988 wurde an der Seekapelle eine erste Gedenktafel mit den Namen der Bregenzer NS-Opfer angebracht. Der "Gedenkweg" geht auf den Bodenseekirchtag 2002 zurück und erinnert an Opfer wie Karoline Redler, Ernst Volkmann oder Samuel Spindler. 2015 wurde ein "Widerstandsmahnmal" errichtet, das besonders den Deserteuren - und damit einer lange verpönten Opfergruppe - gewidmet ist.


Freitag, 24. Mai 2019 

17:00 Uhr
Bregenz bei der Seekapelle (neben Gh Gösser)

Referent  Dr. Werner Bundschuh
Der Rundgang dauert ca. 2 Stunden.
Durchführung bei jeder Witterung! Maximale Teilnehmerzahl: 30

 

Organisation - Auskunft:
Gerhard Pušnik: bagme.pusnik@gmail.com

 

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