8. ÖLI+UBG - Video Café 2021

 Video Café als Diskussionsforum der  Österreichischen Lehrer*innen Initiative ÖLI-UG und Unabhängigen Bildungsgewerkschaft UBG   Bild:spagra
Video Café als Diskussionsforum der Österreichischen Lehrer*innen Initiative ÖLI-UG und Unabhängigen Bildungsgewerkschaft UBG Bild:spagra

ÖLI & UBG ZOOMT

 

8. ÖLI+UBG-Café 2021

 

Donnerstag 22. April 2021,

19.30 - 20.30 Uhr

Themen:

https://www.dieubg.at/videocafe621/Schuldemokratie an der Schule stärken

Alles rund um das Schulforum und den Schulgemeinschaftsausschuss

 

Zoom-Meeting:

Anmeldung und Anliegen bitte per Mail vorab an:

oeli-cafe@oeli-ug.at

0 Kommentare

Keine Impfung - kein Öffnungsplan! Fassmann planlos!

Bild:spagra
Bild:spagra

Das hilf- und planlose Gewurschtel um die Schulen geht weiter. Statt miit "Low-Covid"-Strategien und Investitionen in pandemie-resistente Schulen die Ansteckungsrate zu senken, riskiert die Bundesregierung und Minister Fassmann die psychische und physische Gesundheit der Schüler*innen, der Eltern und des Schulpersonals. Zugleich vergrößert sich die Segregation zwischen Zuzügler*innen und Ansässigen.


Von Peter Steiner auf oeliug.at

 

Der Pandemie werden wir in den Schulen so aber nicht Herr, auch nicht der psychischen Belastung der Schüler*innen oder eventuellen Bildungsdefiziten. Denn die nächste Schließung ist damit schon vorhersehbar, ein nachvollziehbarer Plan allerdings nicht.

Alle Lehrer*innen geimpft, Herr Minister? Aber nicht einmal in der Nähe von "fast"!
Das kann auch öffentlich vorgetragene ministerielle Uninformiertheit, dass fast alle Lehrer*innen schon geimpft wären, nicht verhindern. So klagen z.B. die Pädagog*innen aus dem Waldviertel über zu wenige Impftermine, die außerdem in zwischen 60 und 100 Kilometern entfernten Orten angeboten werden. Von Gmünd nach Krems, St. Pölten oder Horn - das ist nicht gerade einmal ums Eck.  Auch in Tirol und Voralrberg mehren sich die Klagen über ausbleibende Impftermine für Pädagog*innen, obwohl inzwischen auch dem Herrn Minister klar sein dürfte, dass Kinder und Jugendliche COVID 19 verbreiten können.

Auf- und Zu-Politik ohne Plan vergrößert sprachlich-soziale Spaltung!
Das ständige Auf und Zu der Schulen verstärkt zwischenzeitlich auch den Nachteil für Kinder mit nicht-deutscher Muttersprache. Sie sitzen in den Deutschförderklassen im Schichtbetrieb fest und verlieren so den Kontakt zu den Gleichaltrigen in der Stammklasse. Die Folge: Das bisschen Deutsch, das die Volksschüler*innen aus Peru, Bosnien, Vietnam, der Türkei oder sonst einem Staat im Umgang mit den Deutschsprachigen üben könnten, geht verloren. Die Deuschförderklassen führen ihr behauptetes Ziel der Integration ad absurdum, die sprachliche und bald auch gesellschaftliche Spaltung vergrößert sich. Wäre es da nicht besser gewesen, die Deutschförderklassen und die berüchtigten MIKA-D-Tests während der Pandemie aufs Eis zu legen?


"Falter": Comebackplan fehlt!
Unter dem Eindruck dieses plan- und phantasielosen Handelns des Ministers und seines Ministeriums fordert Barbara Thot im "Falter"-Newsletter "Holt die Kinder herein!" und kritisiert vehement das Fehlen eines Comeback-Plans für die Schulen. Der umfasst nicht nur taugliche Gurgel-Tests dreimal die Woche, sondern darüber hinaus funktionierendes W-Lan, genügend IT-Ausstatttung für Schüler*innen und Schule. Wir von der ÖLI-UG wollen zusätzlich Luftreinigungsgeräte, soziale und finanzielle Unterstützung für die Eltern und vor der Schulöffnung eine Absenkung der Inzidenzrate auf wenigstens 50. Dann findet auch die Intensivbetten-Misere ein schnelles Ende.

Textnachweis: Die vergessenen Kinder auf schulgschichtn.com

0 Kommentare

Timeout

Bild:spagra
Bild:spagra


Von Gerhard Pušnik

"Aufgegriffen" im Kreidekreis 2021-3

Die abwechselnden Auftritte von Minister Faßmann und seinem Generalsekretär Martin Netzer geben nicht nur Stoff für Kabarettnummern, sondern sorgen auch regelmäßig für Irritation, Unmut und Frust im System.

Bei Presseauftritten wird vage angekündigt, was irgendwann den Schulleiter*innen per Erlass aufs Auge gedrückt wird. Da werden beiläufig Re geln verkündet (wie vor Ostern mit der Ankündigung geschehen, dass im zweiten Semester nur eine Schularbeit zuläs sig ist), die gravierende Auswirkungen auf die Planungen der Schüler*innen und Lehrer*innen haben. Die Regeln und ministeriellen Vorgaben sind Ergebnis von Zufälligkeiten. Warum fallen beispielsweise bei abschließenden Prüfungen ausgerechnet die Präsentati on und die mündlichen Prüfungen weg, die schriftlichen Klausuren aber bleiben? Dafür gibt es keine Argumente.

In Vorarlberg hält die schwarz-grüne Landesregierung seit 10 Jahren an der Umsetzung der sogenannten Modellregion für eine Schule der 10-14-Jährigen fest, da lässt der in Wien hockende Net zer den Vorarlberger*innen ausrichten: „Das ist kein Thema mehr, ja, hier ha ben wir wirklich erkannt, wir kommen  hier nicht weiter, das ist vergeudete Energie.

Vom Erkennen der Wirklichkeit ist die Bildungscrew weit entfernt, viel eher ist  es eine Kombination von konservativen bildungspolitischen Vorstellungen, behäbiger Bürokratie, fehlendem Sachver stand und mangelnder Gesprächskultur, die zu solchen Aussagen führt. Die Beliebigkeit hat System, sie ist mit der Pandemie nicht mehr erklärbar.

Mit der Bildungsreform 2017 wurde die     bis dahin agierende Schulaufsicht durch  ein nichtssagendes Schulqualitätsmanagement (SQM) ausgetauscht und die Expertise (Fachinspektoren) hinausgedrängt. Dieses neue Management ist noch immer auf der Suche nach dem eigenen Sinn und stellt nur wenig Hilfestellung für die Direktor*innen dar.
Die Schulleiter*innen und Bildungsdirektionen sind nicht zu beneiden, sie agieren, so gut es geht, im Vakuum   des pandemischen Schulalltags. Unser Mitleid hält sich allerdings in Grenzen, denn Leidtragende sind letztendlich die Lehrer*innen und Schüler*innen, die das Führungs- und Kommunikations chaos ausbaden dürfen.

Sommerschule und Jugendrotkreuz sollen ausbügeln, was Reformresistenz, Segregation in Deutschklassen und konservative Borniertheit anrichten.
Die Orientierung auf Defizite und Standards ist offenkundig, die bildungspolitische Hilflosigkeit unübersehbar

Diese Absenz einer bildungspolitischen   Strategie, gepaart mit der Unfähigkeit sich selbst zu organisieren, fällt allen auf den Kopf und bringt das öffentliche  Schulwesen in Gefahr.

Das österreichische Schulsystem wirkt sozial ungerecht, ist hoch selektiv, verhindert Bildung und bringt einen hohen Anteil an Schulabbrechern, -versagern und Minderleistern (in hohem Maße männlich) hervor.

„Timeout“ und „Reset“ sind angesagt. Dafür braucht es viele kreative Köpfe, engagierte Pädagog*innen mit Wissen, Können und Erfahrung und der Fähigkeit, über den Zaun zu blicken. Diese lassen sich auch jetzt schon in den Schu len finden.

0 Kommentare

Weitere Blog-Artikel lesen? 

 

Hier geht es zum



ubg blog

Auf unserem ubgblog beschäftigen wir uns ausführlich mit aktuellen Themen zur Bildung und Bildungspolitik. Dazu gehören auch der – hoffentlich rege - Austausch von Wissen und Erfahrungen, die wir in unserer alltäglichen Arbeit als Pädagog/innen zusammentragen.

Über unsere Blogseite möchten wir mit Euch ins Gespräch kommen. Schreibt uns eure Kommentare, Meinungen und Information zu den entsprechenden Themen-bereichen oder ihr schickt uns einen ausführlichen Artikel zu einem aktuellen Bildungsthema. Wie Eure Kommentare werden auch Eure Artikel vor der Veröffentlichung redaktionell moderiert.

Das Redaktionsteam des ubgblogs freut sich, wenn ihr den Weg zu unserer Seite findet und euch an der Gestaltung und der Diskussion rege beteiligt. Dabei sind uns Lob, Anregungen und Kritik gleichermaßen willkommen.

Du schreibst gerne, hast gute Ideen und durchdachte Meinungen zu unseren Blogthemen? Dann sollten wir darüber reden, ob Du Mitglied im Redaktionsteam des ubgblogs werden willst.

ubg macht Sinn

ubg: Einsatz für alle Pädagog/innen

 

Die Unabhängige Bildungsgewerkschaft

  • vertritt die Interessen ihrer Mitglieder und aller im Bildungsbereich Beschäftigten gegenüber dem Arbeitgeber.
  • ist eine gemeinsame Interessensvertretung der Lehrenden aller Schultypen und Bildungseinrichtungen
  • sucht die Zusammenarbeit mit allen PersonalvertreterInnen und GewerkschafterInnen, die die Grundsätze und Bildungsideen der UBG mittragen.

Die Unabhängige Bildungsgewerkschaft unterstützt ihre Mitglieder

  • mit allen legalen Mitteln vom öffentlichen Protest bis hin zum Streik
  • durch Rechtsschutz und -beratung in arbeits- und dienstrechtlichen Belangen
  • durch eine offensive Öffentlichkeitsarbeit und
  • durch Zusammenarbeit mit SchülerInnen, Studierenden, Eltern und Interessensverbänden.

Die Unabhängige Bildungsgewerkschaft

  • ist eine unabhängige, demokratische und offene Interessensvertretung
  • versteht sich als unabhängig von Parteiinteressen
  • verbürgt sich für demokratische und transparente Abläufe
  • garantiert den Mitglieder Informationsrechte über alle Entscheidungen

 

ubg: Einsatz für die Bildung

 

Die Unabhängige Bildungsgewerkschaft

  • geht von einem ganzheitlichen, lebensbegleitenden Bildungskonzept aus
  • stellt den ganzen Menschen in den Mittelpunkt der Bildung
  • und berücksichtigt gleichzeitig den gesellschaftlichen Kontext.

Die Unabhängige Bildungsgewerkschaft ist der Auffassung, dass 

 

  • Persönlichkeitsentwicklung ein wesentliches Ziel der Bildung ist
  • unter Lernen im engeren Sinn die Aneignung der Kulturtechniken, von Sachwissen und praktischem Wissen zu verstehen ist
  • zum Lernen wesentlich auch das Sammeln von Erfahrungen, das erlebnis-orientierte Lernen, ebenso wie das Soziale Lernen gehört
  • eine gute Beziehung und ein respektvoller Umgang miteinander die Basis für ein erfolgreiches Lernen ist

Die Unabhängige Bildungsgewerkschaft unterstützt uneingeschränkt

  • das Recht auf Bildung
  • die Chancengleichheit in der Bildung
0 Kommentare