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Offensichtlich überforderter Bildungsminister agiert unverantwortlich, überfallsartig und verstörend.

Überfallsartige Maßnahme des Ministeriums für Handelsschulen und Fachschulen: Ganze Abschlussklassen werden in die Schule gezwungen Bild:spgra
Überfallsartige Maßnahme des Ministeriums für Handelsschulen und Fachschulen: Ganze Abschlussklassen werden in die Schule gezwungen Bild:spgra

Überfallsartige Maßnahme des Ministeriums für Handelsschulen und Fachschulen:

Ganze Abschlussklassen werden in die Schule gezwungen

Presseaussendung

 

der Vorarlberger Lehrer*innen Initiative VLI,

der Österreichischen Lehrer*innen Initiative ÖLI  der Unabhängigen Bildungsgewerkschaft UBG

 

zur überfallsartigen Maßnahme des Bildungsministeriums, Abschlussklassen der Handelsschulen und Fachschulen ohne Teilungen in die Schule zu zwingen.

Über Nacht ist plötzlich alles anders. Der Plan, der für die Zeit bis zur Abhaltung der abschließenden Prüfungen an den berufsbildenden mittleren Schule gegolten hat, wird durch eine neue Regelung des Bildungsministeriums völlig über den Haufen geworfen und gefährdet die Gesundheit der Beteiligten unnötig.


„Diese Maßnahme ist nicht nachvollziehbar und widerspricht allem, was bisher gesagt wurde. Für alle anderen Schüler*innen heißt es: Unterricht in Gruppen, im Schichtbetrieb und kein Nachmittagsunterricht. Nur die Schüler*innen den Abschlussklassen der Handelsschulen und der mittleren humanberuflichen und technischen Schulen müssen den vollen Präsenzunterricht bis zum Ende des Unterrichtsjahres absolvieren. Dass so sorglos mit der Gesundheit der Schüler*innen und Lehrpersonen umgegangen wird, versteht niemand!“, ärgert sich Katharina Bachmann, BMHS-Vertreterin der VLI.
„Was das Ganze noch auf die Spitze treibt, ist die Tatsache, dass die Information erst am 29. April an den Schulen eintraf und am 4. Mai schon umgesetzt werden muss“, ergänzt sie kopfschüttelnd.


„Mit dieser Vorgangsweise des Ministeriums werden sowohl die Planungen der Schulleitungen als auch die empfohlenen Schutz- und Gesundheitsmaßnahmen ignoriert“, betont Gerhard Pušnik, Obmann der VLI.
„Die baulichen Bedingungen der Schulen machen es so schon schwer genug, die HygieneVorgaben zu erfüllen, da müssen die Direktor*innen schon sehr kreativ sein. Jetzt soll das Ganze nochmals neu organisiert werden und das für Klassen mit bis zu 30 Schüler*innen. Dies wird für manche Schulen gar nicht möglich sein“, fügt er hinzu. Da können doch auch die Bildungsdirektionen nicht schweigen. Für die Verantwortlichen besteht dringender
Handlungsbedarf.
Gary Fuchsbauer weist darauf hin, dass auch die BMHS-Gewerkschaft und der ZA-BMHS diesbezüglich informiert haben und an Minister Faßmann herangetreten sind.


Die Lehrervertreter*innen verlangen die Rücknahme dieser Überfalls-Bestimmungen.

Gerhard Pušnik, (VLI-AHS)
Katharina Bachmann, (VLI-BMHS)
Gary Fuchsbauer (ÖLI-UG)

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