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Bildungskapitel: Fortschreibung der türkisblauen Bildungspolitik

"Bildung" ist wohl das einfallsloseste und am wenigsten ambitionierteste Kapitel im türkis/grünen Regierungsprogramm.

 

Ermüdend ist das Lesen der auf Papier gebrachten Vorstellungen der Türkisen (und der Wirtschaft) zum Thema Bildungspolitik. Und was ist mit den Grünen? Fände sich nicht ab und zu etwas mit „Klima“ in diesem Kapitel, würde man nur schwerlich glauben können, dass auch die Grünen bei der Erstellung des Bildungskapitels in diesem Regierungsprogramm beteiligt waren. Man darf sicher davon ausgehen, dass die Idee, Klimaschutz als Thema in der Bildung zu verankern, von den Grünen gekommen ist.

 

Ansonsten gibt es mehr oder weniger nichts Neues und nur Türkises.

Das Bildungskapitel ist im Großen und Ganzen eine langweilige Aufzählung der in der türkisblauen Kurzregierungsperiode gesetzten bildungspolitischen Maßnahmen und ein banales Bekenntnis zur Fortführung dieser reaktionären Bildungspolitik. Die sehr wenigen positiven Ansätze sind immer alte, sehr alte Forderungen der Lehrer*innen, die schon in den letzten Regierungsprogrammen (nach der Ära Gehrer) standen. So findet sich auch im aktuellen Bildungskapitel unter der Rubrik "Bedarfsgerechte Ressourcen für unsere Schulen" die Ankündigung, die Schulen „bedarfsgerecht“ mit Supportpersonal auszustatten. Aber die Umsetzung wird noch sehr lange dauern. Zuerst sollen erst einmal im Rahmen eines „Pilotprogramms“ hundert "Schulen mit besonderen Herausforderungen" zusätzliches Personal und Geld erhalten. Konkrete Informationen, wie lange der Pilotversuch dauern und was danach kommen soll, sucht man im Regierungsprogramm vergeblich.

 

Und für die stringente Fortschreibung der bisherigen türkisblauen Bildungspolitik auch in der türkisgrünen Regierung wird mit Garantie der alte und wieder Bildungsminister Faßmann sorgen. 

Link zum Kapitel 6. Bildung

Link zum gesamten Regierungsprogramm

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