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Nicht Sand, Pudding statt Beton! So ist die FCG - GÖD!

Kommentar von Peter Steiner (ÖLI) "Pudding statt Beton! So gelb ist die FCG!"  Bild:spagra
Kommentar von Peter Steiner (ÖLI) "Pudding statt Beton! So gelb ist die FCG!" Bild:spagra

„Pudding statt Beton! So gelb ist die FCG!“ ist der Titel des sehr lesenswerten Kommentars von Peter Steiner (ÖLI-UG) über das „gewerkschaftliche Trauerspiel“ der drei Vorsitzenden der GÖD-Lehrergewerkschaften am 1. Mai – den gemeinsame Brief mit BM Faßmann an die Lehrer*innen, in dem sie die Kolleg*innen „zwingen … "freiwillig" für oder gegen den Unterricht an den "Zwickeltagen" zu voten“.

 

Anmerkung der Redaktion:

Nur die Tatsache, dass die GÖD in allen Sektionen die FCG mit einer absoluten Mehrheit ausgestattet ist und eine uneingeschränkte absolute Herrschaft ausübt, berücksichtigt Peter Steiner in seiner Analyse zu wenig. Er meint, „nicht die GÖD als solche ist … eine Gewerkschaft, … die im Interesse des Arbeitgebers agiert“, sondern die „der ÖVP-eigenen FCG in der GÖD“. Aber die FCG bestimmt nun einmal de facto die GÖD – vor allem in den Lehrersektionen. Oder haben, um das aktuellste Beispiel zu nennen, die drei Vorsitzenden der Lehrersektionen vor ihrer Unterschrift das Einverständnis einer der beiden Oppositionsfraktionen (ÖLI-UG oder FSG) eingeholt? Sie wurden nicht einmal informiert! 
 
Kommentar von Peter Steiner auf der Homepage der ÖLI-UG

Sie sind die Ko-Autoren des neuesten gewerkschaftlichen Trauerspiels: Die  Vorsitzenden  der APS-, AHS- und BMHS-Sektionen machen gemeinsame Sache mit Bundesminister Faßmann und zwingen die Lehrer*innen "freiwillig" für oder gegen den Unterricht an den "Zwickeltagen" zu voten. Der GÖD die Schuld zu geben, wäre aber zu einfach.

Am 1. Mai, dem Tag des Erinnerns an den Kampf für die Gewerkschafts- und Arbeiter-Rechte, versetzen Kimberger, Weiß und Gangl der solidarischen Vertretung durch eine Gewerkschaft einen Tritt in den Allerwertesten. Sie wälzen den Arbeitskampf und die Verantwortung auf die einzelnen Lehrer*innen ab. Frage am Rande: Wer braucht diese Gewerkschaftsvertreter*innen, die sich mit dem Arbeitgeber auf ein Packel hau'n und die Arbeitnehmer*innen vereinzeln statt zu einem gemeinsamen Aufstehen zu versammeln?

Nicht die GÖD als solche ist eine "gelbe" Gewerkschaft, eine solche, die im Interesse des Arbeitgebers agiert. Nicht die GÖD ist das, sondern die Vertreter der ÖVP-eigenen FCG, die immer noch die Mehrheit in dieser Gewerkschaft stellen. Sie bringen den Zynismus auf, den Kolleg*innen einen Zwang zur Freiwilligkeit als Erfolg zu verkaufen.

In der Öffentlichlkeit wird die GÖD gerne so hart wie "Beton" dargestellt. Ist sie nicht. Das einzige, was die von der ÖVP abhängige FCG mit Zähnen und Klauen verteidigt, ist der Machtanspruch der ÖVP im Staat. In allen anderen Fällen macht die FCG die Gewerkschaft so widerstandsfähig wie eine Sandburg im Laufe der Gezeiten. "Sand statt Beton!" nennt das Manfred Sparr von der UBG in seinem Kommentar christlich-konservativen Trauerspiel .

Sparr überschätzt jedoch den Widerstandswillen der FCGler. Sand könnte man wenigstens ins Getriebe streuen und dann schnell wegrennen. Auch eine Form des Widerstandes. Die Herrschaften können aber nicht weglaufen, weil Puddingbeine Laufen nicht erlauben.

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