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"Klimapolitik in Österreich: Verantwortungslosigkeit ..."

“Wir messen euch an euren Taten, nicht an euren Wahlversprechen!” -  Mehr als 65 Organisationen unterstützen EARTH STRIKE am 27. September  Bild: FFF
“Wir messen euch an euren Taten, nicht an euren Wahlversprechen!” - Mehr als 65 Organisationen unterstützen EARTH STRIKE am 27. September Bild: FFF

Information zur Pressekonferenz von „Fridays for Future"

 

“Wir messen euch an euren Taten, nicht an euren Wahlversprechen!” - Mehr als 65 Organisationen unterstützen EARTH STRIKE am 27. September


Unter dem Motto “Gemeinsam für Klimagerechtigkeit” werden am kommenden Freitag, 27. September, zehntausende Menschen beim finalen Großstreik der internationalen Week For Future erwartet. In Wien wird der Streik von mehr als 65 zivilgesellschaftlichen Organisationen, Gewerkschaften, politischen Initiativen und Umwelt-NGOs unterstützt, um zwei Tage vor den anstehenden Nationalratswahlen klar zu machen: Die nächste Bundesregierung hat die historische Verantwortung, Österreich auf einen 1,5-Grad-Pfad zu führen.


Laurenz Faber (17, FFF Wien): “Zwei Tage vor der Wahl machen wir deutlich, dass die kommende Regierung die historische Verantwortung hat, Österreich auf den 1,5 Grad Pfad zu bringen. Egal, wie die Wahl ausgeht: Die Politik muss anerkennen, dass diese Krise die größte Bedrohung für eine sichere Zukunft darstellt. Klimaschutz aufs Wahlplakat zu schreiben reicht uns nicht. Wir messen die Politik an ihren Taten.”

 

Klimapolitik in Österreich: Verantwortungslosigkeit auf höchstem Niveau
Anlass der weltweiten Aktionswoche ist der in New York stattfindende Climate Action Summit. UN-Generalsekretär Guterres hatte die Staats- und Regierungschefs dazu aufgerufen, nur zu kommen, wenn konkrete Maßnahmen zur Eindämmung der Klimakrise präsentiert werden können. Da Österreich derzeit weder einen pariskonformen Klima-Plan (NEKP), noch nennenswerte Beiträge für den Green Climate Funds bekannt geben konnte, wurde der österreichischen Delegation am Summit auch kein Redeslot gewährt. Österreichs Beitrag zum Green Climate Funds ist eine Absage an Klimagerechtigkeit und einen gemeinsamen Weg aus der Klimakrise. Ökonom Karl Steininger hält in einem offenen Brief fest, dass das “mangelnde Bekenntnis zum Pariser Abkommen [...] die Zukunft Österreichs” gefährdet.

Franziska Marhold (17, FFF Wien): “Wir sind hier, weil national und international viel zu wenig getan wird, um unsere Zukunft zu sichern. Das zeigt sich vor allem jetzt beim wichtigen Climate Action Summit. Hier soll zwar endlich internationaler Klimaschutz umgesetzt werden, doch Österreich ist ohne Plan hingefahren.”

Gemeinsam für Klimagerechtigkeit
Die Unterstützenden des Earth Strike setzen sich bei diesem Streik der Generationen lautstark für eine Kehrtwende in der Klima- und Umweltpolitik und treten gegen die anhaltende Zerstörung der menschlichen Lebensgrundlagen ein. Alle Kräfte aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, und müssen jetzt zusammengebracht werden, um die Transformation zu einer nachhaltigen und sozial gerechten Gesellschaft zu schaffen. “Entwickeln sich die Emissionen weiter wie bisher, reicht unser CO2 Budget noch für 8 Jahre, bevor das 1.5 °C Ziel verloren ist.”, warnte Adrian Hiss (Fridays For Future Wien) in Bezugnahme auf Greta Thunbergs vielbeachtete Rede am Montag beim Climate Action Summit in New York.

 

Emilia Wess (17, FFF Wien): “Die Zeit zu handeln ist jetzt! Was jahrzehntelang verabsäumt wurde, muss jetzt umso schneller passieren. Denn die Wissenschaft sagt ganz klar: Bald ist es zu spät. Gemeinsam wollen wir der Politik zeigen, dass sie jetzt entschlossene Maßnahmen setzen muss."


Unterstützende aus allen gesellschaftlichen Bereichen
Ein breites Spektrum von Jugendorganisationen unterstützt den Earth Strike, wie zum Beispiel die , die Pfadfinder*innen, die Muslimische Jugend Österreich, Kommunistische Jugend, die Katholische Jungschar und die Österreichische Gewerkschaftsjugend. Dabei demonstrieren sie gemeinsam mit Vertreter*innen des Gesundheitswesens (Österreichisches Rotes Kreuz), der Bildung (Teachers For Future, Betriebsrat der VHS Wien), der Landwirtschaft (Farmers For Future, Bio Austria NÖ und Wien), der Wirtschaft (Entrepreneurs For Future), der Religionsgemeinschaften, von Umwelt-NGOs (Greenpeace, Global2000, WWF etc.), von Menschenrechtsorganisationen (Amnesty International, Volkshilfe, etc.), von politischen Organisationen (Plattform für eine menschliche Asylpolitik, System Change Not Climate Change etc.), von zivilgesellschaftlichen Organisationen (#aufstehn, Klimavolksbegehren, etc.) und zahlreichen mehr. Alle Unterstützende unter www.klimaprotest.at.

 

Ablauf
Ab 11:55 Uhr versammeln sich die Teilnehmenden am Praterstern, beim Hauptbahnhof (Sonnwendgasse) und beim Westbahnhof (Christian-Broda-Platz). Anschließend ziehen drei Märsche der Zivilgesellschaft an symbolischen Orten für POLITIK (Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie), WIRTSCHAFT (Wirtschaftskammer) und WISSENSCHAFT (Haus des Meeres) zum Karlsplatz und machen deutlich: Alle müssen jetzt zusammenarbeiten, um eine lebenswerte Zukunft zu sichern. Die Science Busters sowie die Künstler*innen Schmafu, BAENDA und dunkelbunt werden sich an der Abschlusskundgebung am Heldenplatz beteiligen.

 

Mehr Infos auf: http://www.klimaprotest.at/

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