· 

PISA-Test für die Katz

Bild:Gernot Pedrazzoli
Bild:Gernot Pedrazzoli

Der PISA-Test nützt weder den Schüler*innen, noch dem Bildungssystem. Nicht einmal eine aussagekräftige Vergleichbarkeit der Bildungssysteme ist möglich.

 

Erfolgreiche Bildungspolitik orientiert sich nicht an PISA, sondern setzt wissenschaftliche Erkenntnisse stringent um. Finnland ist diesbezüglich wohl das beste Beispiel.

 

PISA: Keine Lösung, sondern das Problem
Laut Bildungsforscher Stefan Hopmann ist PISA nicht die Lösung, sondern Teil des Problems in der Schulpolitik (Kleine Zeitung)


Hopmann im STANDARD: "PISA ist tot"
Bildungswissenschaftler Stefan Hopmann spricht im Interview mit der APA der PISA-Studie ab, ein wissenschaftliches Projekt zu sein. "Die PISA-Studie ist primär eine OECD-Strategie, um das bildungspolitische Thema am Kochen zu halten und die Mitgliedsländer zu mehr Investitionen im Bildungsbereich zu veranlassen. In diesem Sinne hat das ja auch durchaus funktioniert", sagt Hopmann. Die PISA-Studie würde nur klar machen, wie gut die Schüler und Schülerinnen im PISA-Test sind und nicht wie gut ihre Leistungen generell sind.
"Man kann mit solchen Tests nur das beschreiben, was ich in allen Ländern gleichzeitig testen kann und das ist ein relativ kleiner Ausschnitt aus der Breite des Wissens", so der Bildungsiwissenschaftler. PISA sei eine "Kartographie", wie ein bestimmter Typus Wissen in bestimmten Ländern verteilt ist. "Aber alles, was darüber hinausgeht - ob das das richtige Wissen für unser Land ist, ob die Schulqualität passend ist, das Zusammenspiel von Schule und Gesellschaft, Schule und Wirtschaft gut ist - kann PISA nicht beantworten", sagt Hopmann. PISA sei "jetzt schon tot", weil man mit solchen Daten "zwar die Leute erschrecken", aber nichts verbessern könne. (Der Standard)
ms

Kommentar schreiben

Kommentare: 0