· 

Ministeriell verordneter Osterputz und Corona wirft Fragen auf

Die aktuellste Meldung auf der Seite des bmbwf (26.03.) ist ein Anschreiben an die Direktor*innen,
eine Aufforderung, den Osterputz in die Wege zu leiten.
Dies macht wohl nur Sinn, wenn SuS und LuL noch im April in der Schule sind.

Davon kann nach derzeitigem Wissensstand kein Rede sein. Also, was soll das?

Es wäre also Zeit (auch für das Ministerium und die Bildungsdirektionen), gerade in diesem Zusammenhang ein paar weitergehende Fragen zu stellen:

Wie stand es denn bisher mit der Hygiene in den Schulen?

  • Wurden die Mindeststandards überhaupt erfüllt?
  • Regelmäßige Reinigung aller WCs?
  • Seifenspender, WC-Papier, Trockenmöglichkeiten ausreichend vorhanden etc. ?
  • Es gibt Sicherheitsfachkräfte, Feuermelder usw., gibt es Hygienevorschriften, Hygienebeauftragte in Schulen?
  • Video-Schulungen, Aufklärungsmaterial für LuL und SuS?
  • Welche Auswirkungen hat die seit Jahren vom Bund erzwungene Auslagerung der Reinigung an private Firmen?
  • Weshalb fördert der Bund seit Jahren die Prekarisierung von (praktisch ausschließlich nicht-deutschsprachigen) Reinigungsfrauen?
  • Welche Hygienstandards werden den privaten Firmen vorgeschrieben?
  • Der Bund läßt es zu, dass Reinigungsfrauen eine Anzahl von Klassenzimmern und Quadratmetern reinigen sollen, die nicht zu bewältigen sind?
  • Was sagt die Gewerkschaft zu Hygiene und der Förderung von Prekariaten durch rote, schwarez, blaue, grüne-Regierungskonstellationen?
  • usw.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0