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War die bevorstehende PV-Wahl die Ursache für die übereilte und unkluge Reaktion der schwarzen Lehrervertreter (fcg) auf die Lehrer*innenbewertungsapp

Lehrerbewertungs-APP schlichtweg ungeeignet. Aber kein Widerspruch zum Datenschutz. Bild:spagra
Lehrerbewertungs-APP schlichtweg ungeeignet. Aber kein Widerspruch zum Datenschutz. Bild:spagra

Ja!

Seit sich auch Rechtsexpert*innen vertieft mit dem heiß diskutierten APP zur Bewertung der Lehrer*innen und der Schulen beschäftigen, wird immer deutlicher, dass die schwarze Lehrer*innengewerkschaft in der GöD in dieser Sache mit wenig faktenorientierten Argumenten agierte. Das legt den Schluss nahe, dass ihre übereilte und unkluge Reaktion wohl mehr dem Wahlkampf zu den Personalvertretungswahlen an den Schulen geschuldet war, als dem gewerkschaftlichen Grundsatz, dem Interesse der Kolleg*innen, zu dienen.

Nur die UBG und VLI haben verantwortungsvoll reagiert
Nur die Unabhängige Bildungsgewerkschaft UBG und die Vorarlberger Lehrer*innen Initiative VLI haben richtig, seriös und vor allem im Sinne der Kolleg*innen reagiert. Als Vorbereitung auf die Veröffentlichung der APP hat die UBG eine ausführliche Analyse zum Thema Onlinebewertung von Schulen und Lehrer*innen durchgeführt („Mit APP die Lehrer*innen bewerten? Why not?“).

 

GÖD reagierte unprofessionell und imageschädigend auf die Ankündigung der Bewertungs-APP
Dem obersten Lehrervertreter in der GÖD, Kimberger, viel zu diesem Zeitpunkt, als noch niemand wusste, wie die APP überhaupt funktioniert, nichts Besseres ein, als unüberlegt, und beinahe hysterisch dagegen zu wettern und zu drohen, „alle rechtlichen Möglichkeiten aus[zu]schöpfen, um diese App zu verhindern“. Logische Reaktion: Nicht nur, aber vor allem in den sozialen Medien wurden die Lehrer*innen ordentlich durch den Kakao gezogen.

Nach eingehender Prüfung ist die APP für UBG und VLI „schlichtweg ungeeignet“.
Nachdem die APP präsentiert wurde, wurde sie von der UBG und VLI einer eingehenden technischen und rechtlichen Prüfung und einer Analyse bezüglich der „Brauchbarkeit“ unterzogen. UBG und VLI beurteilen die APP als „schlichtweg ungeeignet“ (Lehrerbewertungs-APP – schlichtweg ungeeignet). Und sie begründen ihr Urteil auch nachvollziehbar. In den Medien folgen entsprechende Berichte und überwiegend bestätigende Postings von Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern.

 

Die APP steht nicht im Widerspruch zum Datenschutz ...

Die rechtliche Analyse der UBG bestätigt die erste Einschätzung der VLI, dass die APP nicht im Widerspruch zur Datenschutz-Grundverordnung DSGVO steht (siehe dazu auch den Artikel im STANDARD „Fünf Sterne für die Meinungsfreiheit“).

 

... aber Schutz bei Verletzung der Persönlichkeitsrechte der Lehrer*innen

Gleichzeitig erarbeitete die Rechtsabteilung der UBG eine klare Strategie, mit der die Kolleg*innen bei Verletzung ihrer Persönlichkeitsrechte aufgrund ungerechten Bewertungen geschützt werden können. Und das mit schnellen und risikolosen Rechtsverfahren.


Und was macht die GÖD? Sie tobt und droht.
Die FCG in der GÖD muss sich Aufgrund des von ihr provozierten, sachlich nicht nachvollziehbaren und imageschädigenden Lärms um die Bewertungsapp die Frage gefallen lassen: War ihre übereilte und unkluge Reaktion dem Wahlkampf zu den Personalvertretungswahlen an den Schulen geschuldet?

Das Thema Feedback in den Schulen ist der VLI und UBG sehr wichtig. Deshalb war für sie, eine seriöse Betrachtung und verantwortungsvolle Vorgangsweise eine Selbstverständlichkeit.  Daran änderte auch die kurz bevorstehende Personalvertretungswahl nichts.

ms

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