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Rauskala soll Teilnahme an den Klimaprotesten zulassen

Von 20. bis 27. September findet die internationale Week for Future, eine Aktionswoche ganz im Zeichen des Klimaschutzes statt.
Von 20. bis 27. September findet die internationale Week for Future, eine Aktionswoche ganz im Zeichen des Klimaschutzes statt.

Von 20. bis 27. September findet die internationale Week for Future, eine Aktionswoche ganz im Zeichen des Klimaschutzes statt.

 

Bildingsministerin Rauskala bleibt stur!

Wie auf www.dieubg.at berichtete, bleibt Bildungsministerin Rauskala stur bei den Vorgaben ihres Vorgängers Faßmann, und erlaubt den Schüler*innen die Teilnahme an den verschiedenen Klimaprotesten nicht. In einem Interview mit dem Standard am 2. September unterstrich sie erneut diesen Standpunkt. Eine Teilnahme der Schüler*innen in der Unterrichtszeit an den „Streiks“ – so nennt Rauskala die Fridays-for-Future-Demos – „ist eine Verletzung der Schulpflicht.“

Schwammig bis bizarr hören sich dann die folgenden ministeriellen Erklärungsversuche an. „Der Bildungsauftrag kann auch in der Schulzeit erbracht werden. Da gibt es genug Möglichkeiten, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen – etwa in Form von Exkursionen.“ Aber selbstverständlich nicht zu jedem Streik und der entsprechende Unterrichtsertrag müsse nachgewiesen werden usw. Sie weiß zwar dass ein Verbot komplett daneben ist, kommt aber mit der Situation einfach nicht klar. Ihr Ausweg. Sie schreibt einfachen Schulgesetzen einen höheren Stellenwert zu als dem Klimaschutz.

Auf die Frage: „Was droht, wenn man unerlaubterweise demonstrieren geht?“, wird die Antwort der Ministerin wieder klarer: „Da greifen die Regeln für unerlaubtes Fernbleiben. Das kann ab dem vierten Tag unentschuldigten Fehlens auch mit einer Geldstrafe enden.

 

Teachers for Future werden die jungen Aktivisten bei ihrem Protest unterstützen!
Die Position der Bildungsministerin Iris Rauskala zu den Klimademos umweltbewegter Schüler*innen sei unakzeptabel, stellt die Gruppe Teachers for Future klar. "Solange die Politik nicht entsprechende Maßnahmen setzt, um einen Stopp der Klimaerhitzung zu bewirken", so lange würde man die jungen Aktivisten "bei ihrem Protest unterstützen", berichtet auch der Standard und zitiert einige Ausschnitte aus der Facebookseite: Als Lehrkräfte sei es ihre Aufgabe, Schülerinnen und Schüler "auf die Zukunft vorzubereiten.

Unterschiedlich sind die Positionen der Gewerkschaften der Lehrer*innen.

 

Eindeutig klar sind die Forderung der Unabhängigen Bildungsgewerkschaft UBG an die Bildungsministerin. Die Bildungsministerin muss die Teilnahme der Schüler*innen an den Klimaprotesten zulassen. Die gesellschaftspolitische Bedeutung der Proteste der Jugendlichen verlangen ein verantwortliches Handeln von Bildungsministerin Rauskala. Statt stur und leichtfertig den Faßmann-Erlass zu Zeiten der türkis-blauen Regierung umzusetzen, wäre es politisch oportun, die Demoteilnahme explizit zu unterstützen.

 

Ähnlich die Position der Österreichischen Lehrer*innen Initiative ÖLI-UG.

 

Fragwürdig und nicht empfehlenswert ist der Rat des Pflichtschullehrergewerkschafters Thomas Bulant (FSG), die Eltern sollen ihren Kindern eine Krankmeldung schreiben.

Auf Parteilinie ist Paul Kimberger (FCG). Er warnt, Gesetze seien zu befolgen, die Schulpflicht gelte. Aber auch er habe Verständnis für den Protest. "Es braucht eine einheitliche Lösung, wie wir mit dem Thema umgehen", wird er im Standard zitiert. Soll doch heißen, Teilnahme am Klimaprotest ist Schwänzen.
ms

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