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Homeschooling in Tirol „verordnet“!

Laut Bildungsministerium bedeutet Orange bei der Bildungsampel nicht automatisch Homeschooling. Die Schulen können selbst entscheiden. Nur im Platter-Tirol gibt es offensichtlich dieses Entscheidungsrecht der Schulen nicht. Bild:spagra
Laut Bildungsministerium bedeutet Orange bei der Bildungsampel nicht automatisch Homeschooling. Die Schulen können selbst entscheiden. Nur im Platter-Tirol gibt es offensichtlich dieses Entscheidungsrecht der Schulen nicht. Bild:spagra

In Tirol geht´s rund. Die Corona-Ampel in Innsbruck-Stadt und Innsbruck-Land ist auf Rot gestellt. Das Covid-Virus setzt den TirolerInnen besonders zu.

 

Das ist für die skieventbegeisterte Region besonders bitter, müssen doch die großen Skigebiete damit rechnen, dass in der kommenden Wintersaison die Gäste ausbleiben. Reisewarnungen und Vernunft werden den in Vorcoronazeiten jährlichen Massenansturm der Ski- und Eventbegeisterten verhindern.

 

Tourismusverträgliches Niveau der Corona-Infektionen

Damit es nicht zum totalen Showdown in der Skisaison kommt, wird jetzt offensichtlich alles darangesetzt, damit sich die Corona-Infektionen im Land Tirol bis zum Saisonstart auf ein tourismusverträgliches Niveau sinken. Deshalb ist laut einer Ankündigung Platters eine Schließung der Oberstufenklassen erforderlich. Homeschooling ist, wie uns die Erfahrungen im Mai und Juni zeigten, eine besonders schmerzhafte Covid-Maßnahme. Mit weitreichenden Belastungen der SchülerInnen, LehrerInnen und den Eltern.
Ab Montag wird in den Bezirken, die auf orange oder rot gestellt sind, ab der Oberstufe wieder auf Distance Learning umgestellt, bestimmt Platter. Diese Maßnahme betrifft sehr wahrscheinlich alle Oberstufenklassen (AHS und BMHS). Die Informationen Platters dazu sind nicht eindeutig. Auch an Fachhochschulen und Universitäten soll das Distance Learning ausgeweitet werden.


In Tirol gehen die „Ampeln“ anders
Laut Bildungsministerium bedeutet Orange bei der Bildungsampel nicht automatisch Homeschooling. Die Schulen können selbst entscheiden, ob sie ab der 9. Schulstufe komplett auf Distance Learning umstellen, die Klassen in zwei Gruppen teilen oder Schüler für bestimmte Praxisfächer einzeln oder gruppenweise in die Schule holen. Diese Schritte werden mit der Bildungsdirektion abgesprochen. (salzburg.orf)
Nur im Platter-Tirol gibt es offensichtlich dieses Entscheidungsrecht der Schulen nicht. Ihnen wird der Lockdown verordnet.

Die Folgen solcher patriarchalischen Tiroler Alleingänge – Schlagwort: „Kitzloch“ - sind uns noch schmerzlich in Erinnerung ….

ms

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