#Kreidekreis 2/2017 - Die Zeitung der ÖLI-UG

Inhalt:

Demokratieverständnis der GÖD | Benotung im 21. Jahrhundert | Digitalisierung der Schule - Das neue Liebkind der Ministerin | Unsere Werte? | Kommunales Bildungsmanagement | Autonomiepaket - ÖLI-Positionen zu den zentralen Knackpunkten | Schlagworte, die in den Gesetzestexten nicht vorkommen | Vielbesprochener Wahnsinn - VWA | Mobbingprävention – ein BMB-Projekt | Chancengerechtigkeit – ja bitte! | PV - Fragen und Antworten | Kunstseite | Kurzmeldungen und Termine.

 

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Editorial
von Gerhard Pušnik
Es war wohl eine schwere Geburt, schon lange angekündigt und immer wieder verschoben: Eineinhalb Jahre hat es gedauert und 2 Ministerinnen für Bildung waren nötig um das, was das Ministerium nun unter dem Titel „Update: Schule“ und dem beigefügten Kapitel „Schulautonomie: selbstbestimmt, zukunftsorientiert, leistungsfördernd“ in einer PDF-Broschüre bewirbt. Dieses sogenannte „Schulautonomiepaket“ hat über lange Zeit wieder einmal bei dutzenden Personen – ministeriumsseitig, aber auch auf Seiten der 5 LehrerInnengewerkschaften, die in der ARGE-LehrerInnen gemeinsam auf der Gegenseite agierten – Zeit, Nerven und Energie gebunden.
Ob die, die tatsächlich darüber entscheiden auch wirklich am Tisch saßen, darf bezweifelt werden. Das ungeklärte Verhältnis Bund-Länder wird auch weiter bestehen und in Zukunft in Bildungsdirektionen (als Mischbehörde) abgebildet. Ob sich der Aufwand gelohnt hat, hat auch Zweifel als Begleiter. Doch das wollen wir nicht alleine entscheiden. Der Begutachtungsentwurf hat endlich das Licht der Welt erblickt und wir ersuchen alle, ihre Einwände und Alternativvorschläge in diese Begutachtungsphase zu werfen. Wo die Knackpunkte sind und welche Vorstellungen und kritischen Punkte wir als ÖLI sehen, können Sie in diesem Heft auf den Seiten 9 und 10 nachlesen.
Diese Ausgabe ist auch Beleg dafür, dass das „Autonomiepaket“ das geringere Problem in dem an Problemen nicht armen Bildungsbereich ist. Eine Verwaltungsreform, schon gar nicht die hier vorliegende, wird die brennenden schulischen Schwierigkeiten nicht beseitigen und die fehlenden Ressourcen für pädagogische, psychologische und sozialarbeiterische Unterstützung oder für Lernunterstützung bei Fördernotwendigkeiten nicht herbeizaubern.
Als Zeitschrift der parteiunabhängigen LehrerInnen versuchen wir Sprachrohr zu sein, relevante Themen zu platzieren, diskursive Auseinandersetzung zu fördern und wünschen uns KollegInnen, die selbstbewusst ihre Interessen in die Hand nehmen. Wenn sie uns dann auch eine Rückmeldung geben, wäre das schön.

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