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Mittelschule und Gymnasium: BG BRG Contiweg

Bild:spagra
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Die Schule am Contiweg in der Wiener Donaustadt ist kein gewöhnliches Gymnasium. Es ist eines von nur 13 Gymnasien in Österreich, das seine Unterstufe zur Mittelschule machte. Das BG BRG Contiweg wurde vor 10 Jahren neu gegründet und ist seitdem ein Schulversuch – eine Mittelschule mit Oberstufe.

 

Dieser Schulversuch war damals der politische Plan der SPÖ nicht nur die alten Hauptschulen zu Neuen Mittelschulen umzuwandeln, sondern auch die Unterstufen der Gymnasien in dieses Projekt – zumindest als Schulversuch – einzubinden. Mit wenig Erfolg. Nur neun Gymnasien in Wien, drei in Kärnten und eines in der Steiermark haben sind machten den Schulversuch mit.


Julia Neuhauser (Die Presse) geht der Frage nach, was unterscheidet diese Schule von einem klassischen Gymnasium? Und wie fällt der Befund nach zehn Jahren aus?
Die Antworten bekommt Neuhauser von der AHS- und zugleich WMS-Direktorin des BG BRG Contiweg, Monika Auböck.

 

Ein Auszug aus dem sehr aufschlussreichen Interview:

 

Auböck würde, keinesfalls tauschen wollen. Dass an ihrer Schule nicht nur Kinder mit AHS-Berechtigung aufgenommen werden, sondern auch Kinder mit einem Dreier oder Vierer in ihrem Volksschulzeugnis, findet sie positiv. „Das Volksschulzeugnis darf meiner Meinung nach keine Aussagekraft über den weiteren Bildungsweg haben“, sagt Auböck. Mit zehn Jahren sei das noch „nicht möglich“. Kinder bräuchten häufig mehr Zeit. An ihrer Schule würde den Schülern diese auch gegeben. Viele würden eine bemerkenswerte Entwicklung hinlegen. Immer wieder würden Kinder, die ohne AHS-Reife an die Schule gekommen sind, am Contiweg ihre Matura ablegen. So war das etwa bei einem Mädchen im vergangenen Schuljahr.
Als erste in ihrer Familie habe sie nun die Matura in der Tasche. „Aus diesen Aufstiegen ziehen wir unsere Berechtigung“, sagt die Direktorin.

Zum Presseartikel: „Lieber eine Mittelschule als ein Gymnasium.“ – Interview von Julia Neuhauser mit Schulleiterin Monika Auböck

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