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AKS: „Time-out Klassen sind pädagogisch sinnlos“

AKS: "Gewaltprävention und kein Reparaturverhalten"  bild:spagra
AKS: "Gewaltprävention und kein Reparaturverhalten" bild:spagra

Die Schüler*innenvertretung Aktion kritischer Schüler*innen (AKS) fordert Gewaltprävention statt pädagogisch sinnloser „Time-out Klassen“.

 

Anlassgesetzgebung
Bildungsminister Heinz Faßmann plant die Einführung von „Time-out Klassen“. Diese Maßnahme soll der Bestrafung für gewalttätige Schüler*innen dienen. Anlassfall für diese ad hoc Gesetzgebung war ein von den Medien und der Politik gehypter Vorfall in der HTL Ottakring in Wien, bei dem ein Konflikt zwischen einem Lehrer und einer Klasse in eine körperliche Auseinandersetzung ausartete.


Gewaltprävention und kein Reparaturverhalten
Für die Bundesvorsitzende der AKS, Sara Velic, sind die geplanten Maßnahmen, vor allem die Time-out Klassen, „pädagogisch mehr als sinnlos sind. Schulen brauchen Gewaltprävention und kein Reparaturverhalten.“ Die Aktion kritischer Schüler*innen fordere seit Jahren mehr Schulpsycholog*innen am Schulstandort.
„Hier sehen wir einmal mehr, dass Schülerinnen und Schüler mehr Unterstützung im Schulalltag brauchen. Sozialarbeiterinnen und -arbeiter werden hier dringend gebraucht, genau so wie Schulpsychologinnen und Schulpsychologen, die zu jederzeit als psychische Unterstützung zur Verfügung stehen“, begründet Velic ihre Forderung.


Ethikunterricht für alle
Außerdem sei auch ein verpflichtender Ethikunterricht für alle ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Gewaltprävention in der Schule. Im Ethikunterricht könne erlernt werden, „was es heißt in einer Gesellschaft zu leben und wie respektvoller Umgang miteinander funktioniert“, so die AKS-Chefin.
ms

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