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Was nützt der Nationale Bildungsbericht 2018 den Schüler*innen?

Fragen derUBG an die österreichischen Bildungspolitiker und -lobbyisten Bild:spagra
Fragen derUBG an die österreichischen Bildungspolitiker und -lobbyisten Bild:spagra

Der neue Bildungsbericht wurde heute präsentiert.


Resümee: Alte Daten, keine wirklich substanziellen und neuen Erkenntnisse und anspruchslose Lösungsvorschläge auf 900 Seiten, von unambitionierten Bifi-Bildungsforschern zusammengefasst und vorgelesen.


Drei Gründe, warum schlechte Schüler nicht besser werden, titelt der Kurier. Obwohl Ute Brühl in ihrem Artikel vier Ursachen für die nur mittelmäßige Bildungsbilanz aufzählt.


1. Unambitionierte Bifi-Bildungsforscher

Wenn selbst einige Bildungsforscher ihren Vortrag vom Blatt ablesen, dürfe es einem nicht wundern, dass Österreich nur pädagogisches Mittelmaß ist.
2. Tendenziell mehr unerfahrene Lehrer*innen in schwierigen Klassen
Lehrer*innen mit geringer Berufserfahrung werden tendenziell öfter in Klassen mit schwierigen Rahmenbedingungen eingesetzt. Das betrifft vor allem die NMS (frühere Hauptschulen), in der Unterstufe der AHS ist das Bild genau umgekehrt. In ORF.at gibt es dazu eine gute Analyse. „Je höher der Anteil an Schülerinnen und Schülern mit nichtdeutscher Muttersprache, desto höher ist der Anteil der Lehrkräfte mit geringer Berufserfahrung“, heißt es in der Analyse des Bildungsberichts. Nicht nur die Daten – sie stammen aus dem Jahr 2008, würden aber sicher auch noch heute gelten, erklären die Autoren des Bildungsberichtes 2018 – sind nicht neu, sondern auch die Erkenntnisse sind ein alter Hut. Alle Junglehrerinnen und jeder Junglehrer weiß das, die meisten von ihnen aus eigener Erfahrung. Das war schon immer so, nur die Art der als unattraktiv empfundenen Rahmenbedingen hat sich geändert.
3. Nur halbtags
Kinder aus weniger bildungsnahen Familien, besuchen selten eine Ganztagsschule, die Defizite ausgleichen könnte. Das Angebot an Ganztagsschulen ist viel zu gering und meist zu teuer. Das Ergebnis: Die Ganztagsbetreuung wird meist von Kindern aus gebildeten Elternhäusern genutzt – die können es sich aus leisten.
4. Probleme häufen sich
Die sogenannten „Restschulen“ werden nicht mehr, aber innerhalb dieser Schulen verschlechtern sich zunehmend die entsprechenden Rahmenbedingungen.

Unsere Analyse, weshalb unsere Schüler*innen nicht besser werden:


1. Unfaires Bildungssystem
Zuviel parteipolitisch ideologisierte Bildungspolitik, mit einer unerträglichen Wurstigkeit gegenüber den Bedürfnissen unserer Kinder und Jugendlichen, die jegliche Führsorgepflicht missachtet. Betroffen sind vor allem die sozial Benachteiligten. Chancengleichheit in der Bildung – keine Spur! 
2. Bildungsbudget ist eine Beleidigung
Die österreichische Budgetpolitik für Bildungsbereich ist geprägt von einer nicht nachvollziehbaren Sparwut der schwarzen Finanzminister. Höhepunkt war wohl Exfinanzminister Schelling, der jahrelang nicht einmal bereit war, das strukturelle Defizit im Bildungsbudget abzudecken.
Was ist wichtig für die Bildung?

Was ist wichtig für die Bildung?

Was ist wichtig für die Bildung?

..... Ein ausreichendes Budget!

Merkt´s euch das endlich!!

3. Allein die Nationalen Bildungsberichte ändern nichts
Wir wissen, woran es dem österreichischen Bildungssystem mangelt. Wir wissen was zu tun wäre. Aber die parteipolitisch ideologisierte Bildungspolitik, mit ihrer unerträglichen Wurstigkeit gegenüber den Bedürfnissen unserer Kinder und Jugendlichen und die unverantwortliche Unterfinanzierung des Bildungsbudget, vereitelt jeden Versuch einer dringend erforderlichen positiven und innovativen Reform des Bildungssystems.

ms

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