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AK Präsidentin Renate Anderl: Endlich für Chancengerechtigkeit sorgen

Bild: Joachim Wiesner
Bild: Joachim Wiesner

Renate Anderl zu „Bildung auf einen Blick“:Endlich für Chancengerechtigkeit sorgen

 

Bildungsausgaben um 330 Millionen Euro jährlich auf OECD-Schnitt anheben – das ermöglicht Schulfinanzierung nach Chancenindex.

 

„Bildung auf einen Blick zeigt erneut eine große Ungerechtigkeit in Österreichs Bildungssystem“, sagt AK Präsidentin Renate Anderl: „Wie lange sollen wir uns noch von der OECD vorrechnen lassen, dass junge Menschen ohne Akademiker-Eltern in Österreich bei uns vergleichsweise niedrige Chancen auf ein Hochschulstudium haben?“ Als Lösung fordert die AK Präsidentin die Zuteilung der Mittel an die Schulen nach dem Chancenindex, der den Familienhintergrund der Schulkinder je nach Standort berücksichtigt: „Dadurch würden mehr Kinder ihre Chance bekommen.“
 
Schulen müssen besser ausgestattet werden, um Bildungsgerechtigkeit zu fördern. Bei einer Bildungsfinanzierung nach Chancenindex würden Schulen umso mehr Mittel bekommen, je mehr SchülerInnen sie haben, denen die Eltern selbst nicht beim Lernen helfen können.
 
Eine Schulfinanzierung nach Chancenindex würde zwischen 300 und 350 Millionen Euro im Jahr kosten – ziemlich genau so viel, wie das österreichische Bildungsbudget laut Bildung auf einen Blick unter dem OECD-Durchschnitt liegt. Anderl: „Mit dem Chancenindex könnten wir bei den Mitteln für Bildung sinnvoll an den internationalen Durchschnitt herankommen.“
 
Und, so Anderl: „Jeder junge Mensch in Österreich soll die Chance auf beste Bildung und Teilhabe an Gesellschaft und Arbeitsmarkt haben. Dafür muss die Bundesregierung sorgen.“

Text: AK Wien – Kommunikation

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