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Faßmanns Vorhaben im Ministerrat abgesegnet

"Pädagogik-Paket": Ablenkungsmanöver, nichts Konkretes, nur vage Ankündigungen, nichts Innovatives ... Bild:spa
"Pädagogik-Paket": Ablenkungsmanöver, nichts Konkretes, nur vage Ankündigungen, nichts Innovatives ... Bild:spa

Gestern wurden im Ministerrat die ersten bildungspolitischen Reformmaßnahmen Faßmanns abgesegnet. Faßmann nennt es „Pädagogik-Paket“. Die Einführung soll im übernächsten Schuljahr erfolgen. Also nichts Konkretes, nur vage Ankündigungen, nichts Innovatives. Die Opposition ortet ein Ablenkungsmanöver von den unpopulären und unsozialen Maßnahmen der ÖVPFPÖ-Regierung.


Bildungsminister Faßmann und seine Chefs, Kurz und Strache, mögen keine öffentlichen Debatten über ihre wirklichen bisherigen „Leistungen“ in der Bildungspolitik (siehe dazu „"Deutschförderklassen": Regierung Kurz plant Frontalangriff auf die Ärmsten“). Kein Wunder, schließlich reden Regierungen nicht gerne über ihre unsoziale und unfaire Politik, schon gar nicht, wenn sie in erster Linie Kinder betrifft. Nur in den neoliberalen Kreisen gehört das zum guten Ton.

 

Laute Ankündigungen
Deshalb konzentriert man sich in der Öffentlichkeit auf die Ankündigung von Maßnahmen,

  • wie die Notenpflicht an Volksschulen,
  • die Präzisierung der Kriterien für die Schulreife,
  • den Ausbau des "Entwicklungschecks“ zum "Talente-Check",
  • das Abdrehen des Teamteachings,
  • den auf "Entwicklungsgruppen“ umbenannten Relaunche der Leistungsgruppen in der NMS und
  • die Reform der Lehrpläne, Stichwort Digitalisierung.

Danach folgt die mediale Diskussions-, Verschiebe-, Abänderungs-, Verdrängungs-, Verunsicherungsphase und verschiebt die Einführung auf irgendwann, vorläufig auf das Schuljahr 2019/20.

 

Leise Kürzungen

Gleichzeitig und bemüht „leise“ kürzt die ÖVP/FPÖ-Regierung jene Maßnahmen, die Kinder mit Migrationshintergrund und sozial schwache Kinder unterstützen würden, wie den Ausbau der Kindergartenplätze und Ganztagsschulen, bei den Fördermaßnahmen für jene Kinder, die dringend mehr Unterstützung brauchen und beim notwendigen Infrastrukturausbau für die Digitalisierung in den Schulen und des Unterrichts (siehe auch „Gratis-Laptops für Schüler/innen „im Regierungsprogramm nicht vorgesehen“).

 

Und wenn man mit einer äußerst umstrittenen Maßnahme, wie den „Deutschförderklassen“, Mühe hat, sie von der breiten Öffentlichkeit unbemerkt einzuführen, dreht man die öffentliche Diskussion einfach ab. Das Expertenhearing zu den von der Regierung geplanten "Deutschförderklassen" am 8. Mai im Parlament wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. So ist Kurz` und Straches Wille.

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