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Neu ab Schuljahr 2018/19: Verpflichtendes Fort- und Weiterbildungsplanungsgespräch

Bild: spagra
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Für die Lehrer/innen gelten die Bestimmungen im Beamtendienstrechtsgesetz über „Mitarbeitergespräch und Teamarbeitsbesprechung“ nicht (siehe BDG § 213d).

Aber ab dem Schuljahr 2018/19 muss die Schulleitung Fort- und Weiterbildungsplanungsgespräche mit dem Lehrpersonal führen und dokumentieren.

Das ist zwar kein Ersatz für ein ausführliches und thematisch breit gefächertes Mitarbeitergespräch, aber zumindest wird damit ein wichtiger Bereich der Schule und des Lehrberufes, die Fort- und Weiterbildung aufgewertet. Die entsprechende gesetzliche Verankerung erfolgte im Rahmen des neuen Bildungsreformgesetzes. Und zwar im (neuen) Paragrafen § 213e Beamtendienstrechtsgesetz (BDG):
BDG § 213e. (1) Die Schulleitung (Schulcluster-Leitung) hat mit jeder Lehrperson regelmäßig einzeln oder in Kleingruppen Gespräche zur Planung der individuellen Fort- und Weiterbildung für die kommenden drei Schuljahre zu führen. Die Ergebnisse dieser Gespräche sind schriftlich zusammenzufassen und von der Schulleitung (Schulcluster-Leitung) sowie der Lehrperson zu unterfertigen. Eine Ausfertigung dieser Zusammenfassung verbleibt bei der Lehrperson.
(2) Die Führung der Fort- und Weiterbildungsplanungsgespräche darf einer Abteilungsvorstehung oder einer Fachvorstehung bezüglich der diesen unterstehenden Lehrpersonen ganz oder zum Teil übertragen werden. Eine Ausfertigung der Zusammenfassungen ist der Schulleitung (Schulcluster-Leitung) zu übermitteln.


Dazu die Erläuterung (Seite 173) zum § 213e:

Die Schulcluster-Leitung oder die Schulleitung hat mit jeder Lehrperson regelmäßig einzeln oder in Kleingruppen Gespräche zur Planung der individuellen Fort- und Weiterbildung für die kommenden drei Schuljahre zu führen. Beim Fort- und Weiterbildungsgespräch handelt es sich um eine verpflichtende individuelle Aus- und Weiterbildungsplanung unter Berücksichtigung gesamtschulischer Bedarfslagen. Eine solche einzeln oder in Kleingruppen erfolgende "regelmäßige" Führung solcher Fort- und Weiterbildungsgespräche soll mit jeder Lehrperson zwar nicht jährlich, jedenfalls aber in einem Zeitrahmen von zwei bis drei Jahren jeweils mindestens einmal erfolgen. Die Ergebnisse dieser Gespräche sind schriftlich zusammenzufassen und von der Schulcluster-Leitung oder der Schulleitung sowie der Lehrperson zu unterfertigen. Eine Ausfertigung dieser Zusammenfassung verbleibt bei der Lehrperson. Die Führung der Fort- und Weiterbildungsplanungsgespräche darf einer Abteilungsvorstehung oder einer Fachvorstehung bezüglich der diesen unterstehenden Lehrpersonen ganz oder zum Teil übertragen werden. Die mit der Führung der Fort- und Weiterbildungsplanungsgespräche beauftragten Abteilungsvorstehungen und Fachvorstehungen haben eine Ausfertigung der Zusammenfassungen der Fort- und Weiterbildungsplanungsgespräche der Schulcluster-Leitung oder der Schulleitung zu übermitteln. (www.parlament.gv.at - S 173)

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