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Presseaussendung der Unabhängigen Bildungsgewerkschaft ( UBG) und der Vorarlberger LehrerInneninitiative ( VLI )

Grafik: spagra
Grafik: spagra

VLI und UBG erinnern die designierte Landesrätin an unerledigte Aufgaben


Die Vorarlberger LehrerInnen Initiative und die Unabhängige Bildungsgewerkschaft wünschen der zukünftigen Landesrätin alles Gute und hoffen, dass ihr Wirken in dieser Funktion im Sinne einer erfreulichen Entwicklung der Schulen in Vorarlberg erfolgreich sein wird.
Zahlreiche Herausforderungen warten auf einen frischen Wind. Es sind gleich einige Baustellen, die nicht nur eine Besichtigung verlangen, sondern aktiv angegangen werden müssen, von der PädagogInnenausbildung an der PHV über die Schule der 10-14 Jährigen, den sozialen Herausforderungen bis hin zum Thema Schulbauten und -sanierung und der Etablierung der Bildungsdirektionen.

PH V
Die Ausbildung der SekundarstufenlehrerInnen bricht in Feldkirch de facto weg, der notwendige LehrerInnen-Nachwuchs kann mit den AbsolventInnenzahlen der PH in Zukunft nicht mehr gedeckt werden. Die Stimmung unter den Lehrenden ist inzwischen auf einem Tiefpunkt angelangt. Dazu trägt auch die vom Rektorat forcierte Ausrichtung auf Forschung ihren Teil bei. Eine der wenigen tertiären Bildungseinrichtungen in Vorarlbergs steht durch diese Entwicklung auf sehr wackeligen Beinen.

Schulbauten
Zu den Aufgaben der Landesrätin wird es auch gehören, sich einmal einen Überblick über den baulichen Zustand der höheren Schulen zu verschaffen und die dringend nötigen Sanierungen und Neubauten in Wien durchzubringen.

Supportpersonal
Längst überfällig ist das zusätzliche Unterstützungspersonal an den Schulen, hier vor allem an den höheren Schulen. Die Erhöhung der Stundenkontingente für die Social Networker ist schon längst überfällig.

Berufsschulen
Es reicht nicht, die Lehre als zukunftsträchtige Ausbildung anzupreisen. Die Qualität der Ausbildung für BerufsschullehrerInnen hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert, aber auch die
Ausbildungsbedingungen für die angehenden LehrerInnen sind völlig unattraktiv geworden.

NMS
In pädagogischer Hinsicht gibt es vor allem in den NMS viel Frust. Als vor 8 Jahren die NMS ohne Probelauf in Vorarlberg fast flächendeckend eingeführt und die Leistungsgruppen ohne Alternative abgeschafft wurden, dienten die LehrerInnen und SchülerInnen in den Folgejahren als Versuchskaninchen.

Schnittstellen
Bis heute sind die einzelnen Schultypen und –bereiche praktisch wie fremd nebeneinander. Es ist allen bekannt, dass die Übergänge problematisch sind und doch gibt es praktisch kaum einen Austausch darüber.

Schule der 10 – 14 Jährigen
Ein ambitioniertes Forschungsprojekt reicht womöglich für die Karriereplanung der BetreiberInnen, für die Praxis und für eine erfolgreiche Umsetzung braucht es wohl mehr. Die politischen Rahmenbedingungen sind derzeit so, dass dieses Projekt kaum eine Chance auf Realisierung hat, auch wenn sich die Landes-ÖVP gegen den kleinen Kreis der Pro-Gymnasiasten durchsetzen könnte.

Für die zukünftige Landesrätin gibt es also einiges zu tun. Wir möchten ihr vor allem auch nahelegen, den Dialog mit den LehrerInnen - also mit den ExpertInnen in der Schule - zu suchen und zu pflegen.

Rückfragehinweis:
Gerhard Rüdisser, Obmann (UBG), gerhard.ruedisser@vol.at 0664 – 2116192 Gerhard Pušnik, Obmann (VLI), vli.pusnik@gmail.com 0664 - 3918646

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